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Wo sind wir

Wir sind im Kavango-Gebiet im Norden von Namibia aktiv

Der Okavango ist der Grenzfluss zwischen Angola und Namibia und die Lebensader der fruchtbaren Schwemmlandebenen.
In diesem Gebiet zwischen dem Ovamboland und dem Caprivizipfel leben die rund 200`000 Kavango – bestehend aus fünf Untergruppen. Sie sollen in der Mitte des 18. Jahrhunderts aus Ostafrika kommend hierher eingewandert sein und zählen, wie die Ovambo, zu den Bantu-Völkern.
Die Region wird nach der hier lebenden Volksgruppe der Kavango benannt. Regionshauptstadt ist Rundu (61`900 Einwohner), die nach Windhoek (322`000 Einwohner) zweitgrößte Stadt Namibias ist. Auch heute zählt die Region immer noch zu den ärmsten Regionen Namibias.
Die Kavangos sind ein Flussvolk, das bis heute sein Überleben zumeist mit Fischfang aus dem Okavango und in geringerem Mass Landwirtschaft sichert. 
Andara liegt ca. 200 km östlich von Rundu

Spital Andara

Das Spital Andara ist ein katholisch, staatliches Krankenhaus und liegt direkt am Kavango am Rande des Caprivistrips.
Das Spital hat 110 Betten und wird meist von 2-3 Ärzten und 19 Krankenschwestern betreut.
 
Das Spital verfügt über folgende Abteilungen:
Das OPD; hier werden ambulante Behandlungen durchgeführt; ähnlich wie in einer Arztpraxis in der Schweiz
Die Casualty; der Notfall ist 24-h und jeden Tag geöffnet
Male-, Female-, TB-, Children- und die Maternety-ward; die Männer-, Frauen-, Tuberkulose-, Kinder- und Geburtenstation
Röntgenstation; hier werden konventionell-radiologische Röntgenbilder hergestellt
Apotheke: in der hausinternen Apotheke werden die Patienten mit der nötigen Medizin versorgt
 
Ende Januar 2015 fuhr das erste Ärzte-Team, bestehend aus einem Gynäkologen und einem anästhesieerfahrenen Allgemeinmediziner mit einem gesponsertem Ultraschallgerät nach Andara. Direkt nach Ankunft wurde bereits die Notwendigkeit eines solchen Ultraschallgerätes deutlich, als im Ärzterapport von einem 14-jährigen Patienten berichtet wurde, bei dem nach einem stumpfen Bauchtrauma eine Darmperforation unentdeckt blieb, worauf er leider verstarb. Während des Aufenthaltes wurde im Zusammenarbeiten mit den einheimischen Ärzten insbesondere die gynäkologisch-/geburtshilfliche Ultraschalldiagnostik sowie anästhesiologisches Knowhow vermittelt. Die Ultraschallschulung konnte dann im Juli 2015 und anschliessend im März 2016 ausgedehnt und vertieft werden.
 
Uns wurde bei unseren bisherigen Einsätzen eine Vielzahl von anderen, teilweise signifikanten Defiziten deutlich klar, die oftmals mit geringem materiellem und organisatorischem Aufwand behoben werden könnten. Hieraus ergaben sich viele weitere Ideen und teilweise bereits konkrete Pläne für die Zukunft.
Das Krankenhaus Nyangana liegt 100 km östlich von Rundu

Spital Nyangana

Es ist ein katholisch, staatliches Krankenhaus.
Es hat 110 Betten und wird meist durch 2-3 Ärzte und rund 20 Krankenschwestern und Pfleger betreut.
 
Das Spital verfügt über folgende Abteilungen:
Das OPD; hier werden ambulante Behandlungen durchgeführt; ähnlich wie in einer Arztpraxis in der Schweiz
Die Casualty; der Notfall ist 24-h und jeden Tag geöffnet
Male-, Female-, TB-, Children- und die Maternety-ward; die Männer-, Frauen-, Tuberkulose-, Kinder- und Geburtenstation
Röntgenstation; hier werden konventionell-radiologische Röntgenbilder hergestellt
Apotheke: in der hausinternen Apotheke werden die Patienten mit der nötigen Medizin versorgt
 
Die Ärzte in Nyangana haben im 2014 ein super Ultraschallgerät von einer amerikanischen Hilfsorganisation gesponsert bekommen. Die Ultraschalldiagnostik ist für die Ärzte sehr hilfreich. So können schwerwiegende Erkrankungen früher erkannt werden und die Patienten haben eine grössere Chance, rechzeitig ins grosse Spital in Rundu verlegt zu werden. So konnte im 2015 mit einer intensiven Ultraschallschulung das Gerät funktionsbereit gestellt werden.  Auch die darauf weiterfolgenden Ultraschallschulungen wurden stets mit grossem Interesse besucht. Wir erhoffen uns eine langfristige Nachhaltigkeit in der Ultraschalldiagnostik.
Das grösste staatliche Spital der Kavango-Region

Spital Rundu

Das State Hospital Rundu ist mit 600 Mitarbeitenden und rund 300 Betten das grösste staatliche Spital der Kavango-Region.

In Namibia herrscht ein grosser Ärzte- und Pflegemangel. Speziell im Rundu State Hospital gibt es nicht einen einzigen namibischen Arzt. So arbeiten Ärzte aus verschiedensten, mehrheitlich afrikanischen Ländern, mit einigen Kubanern mit unterschiedlichsten Ausbildungen im Spital zusammen. Die meisten Pflegenden und Hebammen kommen aus Namibia.

Es ist absolute Flexibilität der Mitarbeiter gefragt in Namibia. Teilzeitarbeit gibt es nicht. Wer einen Job in einem Gesundheitsberuf hat, arbeitet 100% oder gar mehr.

Zum gesundheitlichen Angebot gehört hier in Rundu, als einzigem der staatlichen Spitäler auch Physiotherapie. Das Team setzt sich aus drei Physio- und einem Ergotherapeuten zusammen.